RAW, SELVAGE & RIGID

RAW

Als Raw-Denim wird ein nicht gewaschener Jeansstoff bezeichnet. Der Indigofarbstoff ist dann noch nicht fest auf dem Garn fixiert. Bei Reibung kann sich der Farbstoff leicht lösen und den hellen Fadenkern zum Vorschein kommen lassen. Dies erzeugt beim Eintragen (breaking in) auf natürliche Weise einen authentischen Used-Look, der bei den meisten Jeans heute ausschließlich industriell mit viel Einsatz von Chemie und Wasser erzeugt wird. Früher ist Raw-Denim beim ersten Waschen stark eingegangen, so dass Jeans ein bis zwei Nummern zu groß eingetragen werden mussten. Dies ist heute zum Glück nicht mehr nötig, da ein schonender Sanforisierungsprozess den Raw-Denim mechanisch staucht. Dabei werden die Eigenschaften eines ungewaschenen Raw-Denims beibehalten, jedoch geht er beim ersten Waschen nicht mehr stark ein.

 

SELVAGE

Selvage-Denim wird auf historischen Schützenwebstühlen der 50er-Jahre gewebt und zeichnet sich durch einen langsameren Webvorgang und die typische Webkante (Selvage) an den Seiten des Denims aus. Neben seinen optischen Vorzügen hat Selvage-Denim zwei Vorteile gegenüber dem herkömmlichen Denim. Erstens muss die Webkante nicht versäubert werden, zweitens ist die Webkante sehr stabil und belastbar. Bei umgekrempelten Hosenbeinen sorgt diese Webkante, insbesondere in Verbindung mit Kappnähten, für eine edle und saubere Optik.

 

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Der hölzerne Schütze schießt seitlich hin und her und erzeugt an den Seiten des Stoffes die geschlossene Webkante: die Selvage.


RIGID

rigid /`ridzid/ adjective

1. unable to bend or be forced out of shape; not flexible.

2. not able to be changed or adapted.


Jeans von DSIDE PRODUCTS sind ohne Stretch! Dies nennt man in der Fachsprache "rigid" und es bedeutet nichts anderes als "fest", im Sinne von "nicht elastisch". Eine “rigid jeans“ trägt sich in den ersten Tagen etwas steif, bis sie sich an den Körperbau des Trägers angepasst hat. Dann jedoch passt sie wie eine zweite Haut und behält auch nach längerem Tragen die Passform bei.

Zudem kann eine Jeans aus reiner Baumwolle problemlos repariert oder gestopft werden, was bei einem Jeansstoff mit Stretchanteil nicht gut gelingt. Insbesondere beim Recycling sind Mischgewebe wie Stretch-Denim besonders problematisch, da diese Stoffe nicht recycelt werden können. Reine Baumwollstoffe ohne Stretchanteil sind daher besser zu recyceln und umweltfreundlicher.

Zuletzt verliert eine Jeans ihren urtypischen Charakter, wenn sie zu flexibel und soft ist.

 

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Auf historischen Schützenwebstühlen wie diesem wird bei Candiani in Italien noch heute hochwertiger, traditioneller Raw-Selvage-Denim produziert.

Fotos @ Candiani, S.p.A., Italien.